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Qualitätsnachweis Gewaltprävention: Zertifizierte Qualitätsstufen

 

Für Präventions- und Interventionsprogramme muss ein gesellschaftlicher Bedarf bestehen. Sie dürfen nicht im Widerspruch zu allgemeinen oder berufsbezogenen ethischen Grundsätzen stehen. Die Programme müssen eine seriöse theoretische Fundierung haben. Auch die didaktische Umsetzung der Maßnahmen sollte wissenschaftlich fundiert sein. Schließlich sollte eine Evaluation nach wissenschaftlichen Grundsätzen erfolgen; die Mindestanforderung an zu zertifizierende Programme ist die grundsätzliche Möglichkeit einer Evaluation. Auf der Basis dieser Forderungen kann die Zertifizierung in drei Qualitätsstufen erfolgen:

 

STUFE 1.

Nachvollziehbare Programmbeschreibung auf der Basis eines theoretischen Konzepts,

anerkannte theoretische Basis oder anerkennungswürdige Basis (z.B. bei auch theoretisch innovativen Konzepten);

seriöse Dokumentation der Herkunft des Programms und seiner Bausteine (eindeutige Quellenangaben bei übernommenen Teilen),

plausible Umsetzung des Konzepts in zielgruppenadäquate Methoden.

 

STUFE 2.
wie oben,

zusätzlich seriöse empirische Selbst-Evaluation mit angemessenen Erfolgsindikatoren (nicht nur signifikante Werte, sondern praktisch bedeutsame Werte, z.B. Effektstärke).

 

STUFE 3.
wie oben,

zusätzlich unabhängige, externe Evaluation (ersatzweise Selbstevaluation unter Verwendung unabhängiger, verfälschungsarmer, nicht-reaktiver Erfolgskriterien, z.B. Statistiken über Gewalttaten).